Termine, Training usw…

Ich konnte in den vergangenen Tagen, trotz einer dichten Terminfolge, optimal trainieren. Planung, Agenda und ein einigermassen gutes Zeitmanagement halfen mir über „die Runden“. Nebst der normalen Arbeit, was ist „normal“, Familie und Freizeit konnte ich praktisch alle geplanten Trainingseinheiten durchziehen, sowohl was die Intensität, Sportarten und die Dauer anbetrifft. Ganz besonders Spass hat mir das Treffen mit Sven Regener von „Element of Crime“ gemacht. Mit dem Mann zu diskutieren ist spannend, herausfordernd und zugleich amüsant. Genau so wie sein Buch „Herr Lehmann“. „Element of Crime“ Live zu erleben ist zudem ein ganz spezieller Höhrgenuss. Nicht klappen wir es mit meiner Gigathlon-Teilnahme. Ich wurde von meiner Teamchefin kurzerhand, (3-Zeiler-Email) ausgeladen, weil eine Freundin von ihr unbedingt einmal am Gigathlon dabei sein will, sich aber erst jetzt entscheiden konnte. Ich werde dieses Vorgehen nicht kommentieren und wünsche dem Team an dieser Stelle viel Erfolg.

Wunschdenken…

Der Mensch neigt dazu Realitäten nach seinen Wünschen zu formen und nicht umgekehrt. Immer wieder steune ich über Aussagen, (angeblichen) Leistungen und Hinweise auf geplante Höchstleistungen. Da wird von Hobbyfahrern, via Twitter, ganz locker von einer 234km Runde mit einem 42er Schnitt berichtet, (180 Radprofis am Giro müssen grausam „klemmen“ wenn sie das toppen wollen), auf einer 28 km Runde werden 3082 Höhenmeter vernichtet, wohlverstanden mit dem Bike und nicht mit Steigeisen, und kürzlich konnte ich via Facebook von einer flotten 25km Laufrunde in 1:15 lesen. Solche Leistungen verdienen es, dass man gratuliert, finde ich. Von der 234 km Runde war ich so angetan dass ich um die GPS-Daten und Übernachtungsmöglichkeiten angefragt habe, weil ich die Runde unbedingt auch mal fahren wollte. Ging leider nicht das Gerät konnte genau diese Runde nicht aufzeichnen. Schade. Die 28km Runde mit den 3082hm wollte ich zumindest mal, ausgerüstet mit Hochalpinem Equipment, Biwakzelt usw., zu Fuss begehen. Das ganze hat sich als Übertragungs-Fehler von Garmin herausgestellt. Es waren nur 308hm. (Immerhin konnte man so die Führung im Höhenmeter-Wettbewerb übernehmen…). Tja und der Facebookeintrag von der 25km Runde hat sich aufgelöst und der Inhaber ist nicht mehr mein „Freund“. Amüsieren kann ich mich immer wieder über Ankündigungen und Absichtserklärungen. Je weiter weg der Termin, umso grösser die Absichtserklärungen. Zuerst freut man sich aufs Rennen, ein Topten-Platz ist das mindeste. Später werden es die Top 100, anschliessend will man einfach dabei sein und das Rennen geniessen, (Man muss schliesslich niemandem etwas beweisen!) und unmittelbar vor dem Start wird darauf hingewiesen,  dass man eigentlich nur wegen dem Bier und dem Plauschen mit Freunden nach dem Rennen da ist. Relativ viel Aufwand für ein Bierchen oder? Es lebe der Sport! 😉

„Es fährt und läuft“ gut…

Aus beruflichen Gründen konnte ich in der vergangenen Woche wenig auf dem Rad trainieren. Dafür habe ich jede Möglichkeit genutzt um zu laufen. Nebst dem täglichen Lauftraining am frühen Morgen, respektive nach dem aufstehen, bin ich zusätzlich auch Abends oder Tagsüber wann immer es möglich war,  gelaufen. Nach der Rückkehr am Weekend konnte ich am Montag erstmals wieder aufs Rad. Fazit: Verlernt habe ich nichts, die Form ist nach wie vor gut und laufen bringt’s wirklich. Kompliment an meinen Trainer der mir diese Lauferei schmackhaft gemacht hat!  😉  In den nächsten 10 Tagen werde ich aber vorwiegend auf dem Rennrad unterwegs sein. Selbstverständlich wird auch jeden Tag gelaufen. Zumindest die 30 Minuten am Morgen nach dem Aufstehen.

Materialverschleiss…

Momentan habe ich etwas (zu) viel Materialverschleiss. Vor den Ostertagen steht mein halber Fuhrpark beim Mechaniker. Bremsen entlüften, Bremsbeläge ersetzen, Antrieb ersetzen, Lenker auswechseln, Reifen wechseln, Schaltung neu einstellen, Dämpfer prüfen etc. etc…  Zusätzlich müssen beim 29er noch Kleinigkeiten angepasst werden. Aber bis Mittwoch ist alles wieder so wie es sein soll. Peter und sein Team werden es schon richten und ich trage etwas mehr Sorge 😉 Dazu absolvierte ich heute meinen obligatorischen Bürotag und liess sämtliche sportlichen Aktivitäten aussen vor. Ausser einem kurzen Ausflug nach Thun, es war eine neue Brille, für den ganz normalen Alltag,  fällig und meine bestellten Fachbücher mussten abgeholt werden, wurde am Stück gearbeitet.

Ich finde E-Bikes gut!

E-Bikes sind im Trend. Schon geht das Geheule bei den selbst ernannten  „Mountainbikprofis“ und „Rennradfahrern“ los. „Das fehlt uns noch, es wird zu eng, die haben hier nichts zu suchen, das sind Weicheier“, usw. Selbstverständlich kommen auch schon die ersten „Siegesmeldungen“ von HeldenInnen denen es gelungen ist einen E-Biker zu „versägen“. Meistens heulen eh die am lautesten, welche vor ein paar Monaten nicht einmal wussten wie sich ein Mountainbike oder Rennrad überhaupt anfühlt. Solch unqualifizierten und emotionalen Meinungsäusserungen bringen mich zum schmunzeln. Liebe sich aufregende Rad- und MTB- Puristen. Was soll das Gejammer und die gehässigen Bemerkungen? Lasst doch die Leute mit E-Bikes Ihren Spass haben! Dank den E-Bikes steigen wieder Leute aufs Rad welche das auf einem herkömmliche Rad nie tun würden. Die E-Bikes bringen viele dazu sich wieder, auch im Alltag, aktiv draussen zu bewegen. (Liebe Radprofis spart Euch die Proteste auch bei einem E-Bike muss man treten!) Das E-Bike ist sicher (noch) nicht das ideale Gerät um sich im Gelände zu bewegen. Zumindest nicht im wirklichen MTB-Gelände. Wobei bei vielen „Mountainbikern“ die Forststrasse in den Erzählungen bereits zum Trail mutiert! Ich habe bis heute noch nie einen E-Biker im wirklich schweren Gelände angetroffen. Aber ich wurde bergauf auf der Forst- oder Asphaltstrassen, von schelmisch grinsenden E-BikerInnen, ein und überholt. (Vermutlich bin ich der einzige der das auch noch zugibt). Mich darüber aufregen? Nie im Leben, warum auch? Ich fahre weiter und warte bis der Akku leer ist 😉 Sollten es E-Biker trotzdem im schwierigen Gelände versuchen, lasst sie machen. Die meisten von Euch sind eh froh um eine Verschnaufpause wenn sie dann grinsend zuschauen können wie die E-Biker ihre 25kg Kolosse letztendlich durchs Gelände schieben müssen. Meistens nur einmal und nie wieder…  Für mich sind E-Bike’s einfach eine weitere Möglichkeit das Leben auf zwei Rädern geniessen zu können. Ich setze mich übrigens ab und zu, meistens Sonntag’s, auf das E-Bike meiner Frau um beim Bäcker frisches Brot und am Kiosk die Sonntagszeitung zu holen. Dabei habe ich schon, in Jeans, Flipp Flops und still vor mich hingrinsend, „Rennradler“  überholt…