Ein Marathon mit Kühlschrank…

Gastartikel von Kristina Hillenbrand:

Die erstaunlichste Marathonleistung des Jahres

Wer einen Marathon überstehen möchte, braucht dafür natürlich die gewissen Voraussetzungen: die nötige Fitness, eine gute Vorbereitung und Durchhaltevermögen, denn bekanntermaßen erreichen die Teilnehmer eines Marathons irgendwann einen Punkt, an dem sie glauben, dass es nicht mehr weitergeht. Wer dann nicht aufgibt, wird mit Sicherheit ins Ziel laufen, wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt. Wenn man all diese Punkte beachtet und darauf vorbereitet ist, kann eigentlich nicht mehr viel passieren. Doch wie kommt man auf den Gedanken, einen Marathon nicht nur einmal sondern gleich vier Mal zu laufen? Dies hat sich vor dem London Marathon im April ein Engländer namens Tony Phoenix-Morrison in den Kopf gesetzt. Doch das ist noch nicht einmal das Ende dieser verrückten Geschichte, denn zudem hatte er geplant, dieses Meisterstück mit einem 42 Kilogramm schweren Kühlschrank auf dem Rücken zu vollbringen.

 

 

Ein Marathon mit Kühlschrank

Bei dem Mann handelt es sich in der Marathonwelt um keinen Unbekannten. Tony the Fridge wird er in Insiderkreisen auch genannt, denn seine erfolgreich absolvierten Läufe mit einem Kühlschrank auf dem Rücken sind keine Einzeltat. Er sammelt mit diesen Aktionen Geld für einen guten Zweck, nämlich die Krebsforschung. Sein Plan war es beim diesjährigen London Marathon tatsächlich, diesen ganze vier Mal zu bestreiten. Letztendlich kam er nur auf zwei Durchläufe, doch wer schon einmal einen Marathon hinter sich gebracht hat, wird zugeben, dass es sich dabei um eine wahre Meisterleistung handelt, insbesondere mit einem zusätzlichen Ballast von 42 Kilogramm in der unhandlichen Form eines Kühlschranks.

Der eigentliche Star des Tages

Eigentlich waren es andere Spitzenläufer gewesen, die an diesem Tag im Rampenlicht stehen sollten. Live Wetten und die Medien im Allgemeinen tendierten dazu, auf den Sieg von Stars wie Mo Farah oder Wilson Kipsang zu setzen. Dass man mit einem Kühlschrank auf dem Rücken keinen Marathon gewinnen wird, das war Tony the Fridge wohl schon vor dem Lauf klar und das war auch gar nicht seine Absicht. Wilson Kipsang war es, der letzten Endes den Marathon für sich entscheiden konnte. Dennoch ist nicht zu bestreiten, wer der wahre Star des Laufes war. Immerhin konnte Tony mit seiner Aktion ganze 12 000 Euro einnehmen und spenden. Außerdem vollbrachte er eine körperliche Leistung, an die keiner der anderen Teilnehmer herankam, auch nicht diejenigen, die vor dem Marathon besonders laut über bevorstehende Leistungen getönt hatten.

Tony geht in den Ruhestand

Wer Tony the Fridge, der für zahlreiche Läufe dieser Art bekannt ist, noch einmal in Aktion sehen möchte, muss an dieser Stelle aber leider enttäuscht werden. Der spendable Sportler, der straff auf die 50 zugeht, gab bekannt, dass dieses seine letzte Marathonteilnahme mit Kühlschrank gewesen sein wird. Er behauptet, damit gegenüber anderen Spendern nicht zu hohe Maßstäbe setzen zu wollen. Ob dies wirklich der Grund ist, oder ob Tony langsam der ganzen Sache etwas müde geworden ist, werden wir wohl nie erfahren. Tatsache ist aber, dass man sich an seinen Aktionen und Durchhaltekraft ein gutes Beispiel nehmen kann. Alle Sportfreunde, nicht nur Läufer, sollten sich darüber Gedanken machen, wie leicht es doch ist, mit seinem Sport auch Gutes zu tun.

 

Eigerbike 2014 und…

Eigerbike 2014gleichzeitig die profil EigerbikeSchweizer Meisterschaften im MTB- Marathon.  In diesem Jahr also im Rahmen der Eiger Bike Challenge, am 17. August 2014 in Grindelwald. Mit 88 Kilometern und 3900 Höhenmetern zählt diese Ausdauerprüfung zu den härtesten Marathons der Schweiz. «Die Eiger Bike Challenge kann man durchaus als Marathon-Klassiker betiteln. Daher freut es mich sehr, dass die Titelkämpfe 2014 auf diesem schweren Kurs ausgetragen werden», sagt Florian Peiry, der Disziplinenverantwortliche MTB bei Swiss Cycling C. Peiry ist überzeugt, dass die Strecke den Fahrerinnen und Fahrern nichts schenken wird: «Vor dieser grandiosen Kulisse gewinnt garantiert nur der Stärkste».

Persönlich freue mich riesig darüber das Grindelwald den Zuschlag bekommen hat. Und eines ist ebenfalls gewiss. Einen Zufalls- Sieger gibt es auf dieser Strecke garantiert nicht. Alleine schon das  Streckenprofil ist beeindruckend und dazu kommt das etliche CH- Marathon-Cracks durchaus das Prädikat Weltklasse verdienen. Wehe wenn Sauser’s, Buchli’s und Huber’s , gejagt von den Lokalmatadoren Stauffer und Gerber, so richtig loslegen wird es hart am Fusse des Eiger’s.

Giro d’Italia…

Giro 2014

Ich bin ein bekennender Giro d’Italia Fan. Nicht weil das Rennen jetzt irgendwie spektakulärer als andere wäre. Nein, es ist das besondere Ambiente und das darum herum um den Giro. Wenn möglich verfolge ich zumindest das Finale auf RA II und vor allem das anschliessende Magazin TGiro. Da wird ohne Ende analysiert, parliert und spekuliert. Das natürlich immer mit allen Radsportgrössen die Italien in den vergangenen 30 Jahren hatte. Mario Cipollini oder Gianno Bugno versuchen den Verlauf der Etappe oder diese oder jene Situation zu erklären Stefano Garzelli ist zwar, unterstützt von Paolo Bettini, anderer Meinung aber irgendwann ist man sich dann doch einig, mitten drin eine quirlige Moderatorin die ununterbrochen dazwischen quatscht usw. Später kommen selbstverständlich auch noch die Protagonisten (Fahrer) der Etappe vorbei und werden zum xten mal mit den immer gleichen Fragen gelöchert. Auch die sportlichen Leiter sind jeden Tag zu Gast. In dieser illustren Runde wird dann mindestens 30 Minuten weiter palavert. Herrlich. Was mich auch immer wieder beeindruckt sind die tollen Bilder von der Strecke. Liebliche Landschaften mit Dörfern und Städtchen, vorzugsweise immer auf einem Hügel thronend, Olivenhaine, Reben, Wiesen und Wälder wechseln sich in rascher Reihenfolge ab. Zusammen mit dem Live- Kommentar, jedes Hintern heben eines Fahrers wird enthusiastisch als „Attaco“ kommentiert, einfach köstlich. Was mich auch beeindruckt ist der Respekt die beide Kommentatoren jedem, aber wirklich jedem Fahrer entgegen bringen. Schade wer dieses Spektakel nicht mit verfolgen kann, selber schuld wer es könnte und es bleiben lässt.

Dolomitisuperbike 2014…

Dolomiti…der Name ist Programm: Dolomiti Superbike, die Legende unter den Mountainbike-Rennen in den Alpen. 1995 fiel zum ersten Mal der Startschuss zum härtesten Mountainbike-Rennen der Dolomiten, heute ist der Dolomiti Superbike längst eine Legende, ein Must für jeden Mountainbiker, der die ultimative Herausforderung sucht. Satte 119 km unter die Räder nehmen und dabei die schönsten Flecken des Weltnaturerbes der Dolomiten entdecken. Ich hoffe einen der  besten Bike-Tag in diesem Jahr genau dort zu erleben! In 58 Tagen ist es soweit.

„Null Bock“

2013-06-29 12.11.21Eigentlich war der Plan am vergangenen Donnerstag für das erste Rennen 2014, den Riva-Bike-Marathon an den Gardasee zu reisen. Der Wettkampf war fix in meine Vorbereitungen für den Leadville100 – Marathon eingeplant. Nachdem ich bei der Verlosung der Startplätze leer ausgegangen bin habe ich mein Programm umgestellt und Riva zum Trainingswettkampf „degradiert“. Das Bike-Festival in Riva, der Marathon ist ein Teil dieser Veranstaltung, gehört zwar nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Events aber ich wollte es in diesem Jahr einfach mal durchziehen. Tja bis dann das Wetter meine eigentliche „Null Bock auf Riva Bike Festival“ Stimmung aktiv zu unterstützen begann. Am Donnerstag dann der definitive Entscheid: Ich bleibe zu Hause und lasse Riva sausen. Das Wetter hat meinen Entscheid sicher beeinflusst war aber letztendlich nicht entscheidend. Entschieden hat, ohne wenn und aber, mein Kopf. Der hatte zwar Lust auf ein Rennen, aber keine Lust auf eine Reise nach Riva. Obwohl ich Riva del Garda schätze. Einfach nicht am ersten Mai- Weekend…