Einen kalten Hintern …

Regenshorts…kennt wohl jeder „Ganzjahres Biker“.  Nicht wenn er die „Regen“ Shorts MT 500 von Endura einsetzt.  Wer mich kennt weiss das ich mit Produkte Empfehlungen eher zurückhaltend bin. Aber bei den o.e. MT 500 Shorts komme ich ins schwärmen. Sei es bei Regen und Schnee, wechselhaften, kühlen Witterungsbedingungen die Hose sitzt perfekt und man merkt kaum dass eine zusätzliche Schicht Bekleidung mit dabei ist. Doch man hat, wie o.e. keinen kalten oder nassen Hintern mehr 🙂 Im Gesässbereich ist die Hose dicht und vorne garantiert das Cordura Stretchgewebe, nebst dem schnellen trockenen, einen perfekten Sitz. Dabei hilft auch der integrierte Gürtel. Seitwärts Lüftungsschlitze, die den Namen auch verdienen und Taschen mit Reissverschluss runden dieses tolle Produkt ab. Der Preis von CHF 119.- ist gerechtfertigt und auch nicht zuviel für dieses Produkt! (Erhältlich u.a. bei Veloplus)

1000ender…

1000An sich interessieren mich die absolvierten KM, egal in welchem Zeitraum, eher weniger. Zumal sie so gut wie gar nichts über Training, Form und Performance aussagen. Schon gar nicht über die Trainings- Qualität. Trotzdem freut es mich diesen Monat bereits einen 1000ender in den Beinen haben… 🙂

Der Belohnungsaufschub… (2Peak.com)

2PK_Logo_Pos_HTT_CMYK_small + Ausgangslage: Gesundes Ess- und Bewegungsverhalten ist definitiv anstrengend. Gar keine Frage. Heute auf etwas Leckeres zu verzichten, um erst viel später durch ein verbessertes Gewicht belohnt zu werden, ist mühsam. Aber Verzicht heute alleine reicht nicht. Das Mühsal muss viele Tage wiederholt werden und nachhaltig ist es erst dann, wenn die Lebensgewohnheiten verändert worden sind, also eine einschneidende Sache. Und bei Rückfall droht der Verlust des ganzen „Einsatzes“. Analog verhält es sich mit der Bewegung, welche genauso wichtig für die Fitness ist und entsprechend auch in den neuen nachhaltigen Lifestyle einbezogen werden muss. Sport ist anstrengend, denn es bedingt den berühmt berüchtigten „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Auch dies wiederum nicht nur heute sondern regelmässig. Erst wer dies über längere Zeit tut, erntet die Früchte mit einer höheren Fitness.

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Biken im Engadin…

Nach 2014-08-30 12.56.20einem eher langweiligen „Baustellen-Hopping“ quer durch die Schweiz traf ich am frühen Nachmittag in Scuol ein. Im Sportzentrum rasch die Startnummer abholen, wie immer alles perfekt organisiert, einen Kaffee im Dorf und dann retour nach Zuoz ins Hotel. Leider ist meine übliche Unterkunft wegen Bauarbeiten momentan geschlossen. Zum Hotel nur so viel: Den angegebenen Sternen würdig war höchstens die Rechnung… (Bin immer noch am Überlegen ob ich meinen Frust, so objektiv als möglich, in einem der zahlreichen Buchungsportalen ablegen soll)

Egal. Ich war da um ein Rennen zu fahren und nichts anderes. Kurze Runde im milden Spätnachmittag gedreht um den neuen Startplatz zu rekognoszieren und vor allem die müde gesessenen Beine zu
wecken. Nach einem ausgezeichneten Nachtessen, die obligaten Pasta Partys sind mir ein Gräuel, früh in die Federn noch ein paar Seiten im e-Book gelesen und dem Hanspeter Latour beim Problem lösen zugesehen. Nach 9 Stunden ausschlafen, aufstehen, kurzer Blick aus dem Fenster ins kühle und verregnete Engadin. L Nein jetzt kein Frust aufkommen lassen und ich kann es auch wen n es kalt ist! Frühstücken, packen und warm eingepackt ab zum 3km entfernten Startplatz auf dem Waffenplatz Zuoz-Scanf. Positiv: Eine Armee- Einrichtung hat Platz ohne Ende, sogar genügend Toiletten. Negativ: Solche Orte sind oft abseits jeglicher ziviler Einrichtungen und etwa so Stimmungsvoll wie ein Keller im 3. Untergeschoss. Jacke, Beinlinge und Mütze ausziehen, Gepäck abgeben und ab zur Startlinie. Zuschauer hatte es keine ausser den BetreuerInnen der Teilnehmer.

Neutralisiert mit ausgefahrenen Ellenbogen vom VorStart zur eigentlichen Startlinie und ab ging die Post. Post aus dem Grund weil ich die ersten Km voll am Hinterrad eines Teilnehmers im alten CH- Post- Outfit klebte. Zügig fuhren wir auf die erste Welle zu wo man auf das kleinere Kettenblatt wechseln musste. „Ratsch“ die Kette des „Pöstlers“ war hinüber und ich meinen Windschatten los. In der Zwischenzeit hatte der Nieselregen aufgehört, nass wurde man nur noch „von unten“. Rasch fand ich Unterschlupf in einer neuen Gruppe in der ich meinen Führungsarbeit meistens bergauf und bergab leistete. In den Flachstücken gab es in diesem Pulk definitiv bessere Fahrer. (Vielleicht waren sie auch nur jünger 😉 Ich weiss nicht woran es genau liegt aber in dieser Saison gelingt mir speziell in den Abfahrten fast alles. Ein Detail ist sicherlich mein Bike. Ich hatte noch keine agilere und zuverlässigere Maschine unter dem Hintern als mein Scott Spark! Perfekt getunt vom Rolf Egli, versehen mit Maxxis ASPEN (vom Profil her eher ein Trockenreifen) war ich selbst bei den widerlichen Bedingungen super unterwegs.2014-08-29 17.28.18

Beim Aufstieg von Lavin nach Guarda löste sich unsere Gruppe in Einzelfahrer auf. Irgendwie hatte ich am Anfang der Steigung eine schwächere Phase. Eigentlich fand ich bis Guarda keinen guten Rhythmus. Vermutlich hatte ich zu spät verpflegt denn in der folgenden kurzen Abfahrt bis zum nächsten Anstieg waren die Beine wieder da und auf der lästigen Traverse hinüber nach Ftan konnte ich, mit fünf Mann am Hinterrad, wieder voll fahren. Ich wollte unbedingt als erster unserer Gruppe in die Abfahrt hinunter nach Scuol einbiegen. Das gelang knapp weil ich total egoistisch bei der Einfahrt meine 1,84 gaaanz breit machte 😉 Denn in der Zwischenzeit hatte ich bemerkt dass die angepeilten 2:15 zwar nicht mehr drin lagen, aber es dennoch zu einer besseren Zeit als im Vorjahr reichen würde. Auf dem Wanderweg hinunter nach Scuol konnte ich mit Tempi zwischen 40-50 km/h den Abstand zur Gruppe ausbauen und erreichte das Ziel als 42. im Feld der +49 jährigen, in offiziellen 2:18:51. Ich bin zufrieden. Ein herzliches Dankeschön an die Organisation, die zahllosen Helfer und die tollen Zuschauer in den Dörfern Ardez – Guarda – Ftan und Scuol. Grazia fitg ed a revair

Gewichtiges….

SpaghettiRadfahrer und das Gewicht ist wohl eine „never ending Story“. Das Dilemma Essen macht Spass, sollte es zumindest, und Kalorien zählen definitiv nicht. Trotzdem, wer mehr „tankt“ als „verbrennt“ hat als Radfahrer früher oder später ein Problem. Ganz bestimmt bei der nächsten mehrprozentigen Steigung. Dieser Kampf um Kilos kann manchmal frustrierend sein. Ist bei mir auch so. Wenn es nicht Einladungen Feiern, Partys, Familienfeste oder Geschäftsapéros- Essen sind, so erwischt es mich an Feiertagen oder vor allem beim einkaufen im Supermarkt. Überall gibt es feines zum Essen, dutzende von Köstlichkeiten, einladende Buffets –  natürlich auch reichlich Süssigkeiten Backwaren und Alkohol. Wie soll man da auf die Dauer widerstehen. Geht (leider) nicht immer.

Gute Strategien, um die «Fettfallen» bei solchen Gelegenheiten zu umgehen sind gefragt. Sicher hilft ausgedehntes und regelmässiges Training. Wenn ich dazu meine Nahrungszufuhr strikt kontrolliere sprich notiere (Passende Tools/Apps gibt es zuhauf) klappt es eigentlich immer. Bei mir schärft dieses aufschreiben/eintragen unweigerlich das Bewusstsein rund um die Nahrungsaufnahme. Die Tabellen sind so unerbittlich dass es mir leicht fällt einen Kuchen allein deswegen stehen zu lassen um nicht noch 30 Minuten länger im Regen unterwegs zu sein. Anders rum für einen Teller Pommes eine Stunde biken…

Ich mag auch gerne mal ein paar Chips oder Apérogebäck. Blöd ist, mal damit angefangen gibt es kein halten bis die Tüte leer ist. Also am besten keine im Haus. Auch gönne ich mir ab und zu, 1x pro Woche, gerne ein Glas Wein meistens bleibe ich aber bei Wasser. Ganz besonders nach den Trainings. Ich muss immer schmunzeln wenn ich entsprechende Bilder oder Theorien um rund um das „Sportlergetränk“ Bier höre oder lese. Ganz einfache Rechnung: 100ml Hefeweizen alkoholfrei enthalten 50 Kalorien. Mein Kalorienbedarf bei einem Bürotag liegt bei ca. 1‘600 Kalorien. Noch Fragen…

Gesundes Essen ist ganz einfach. Oder auch nicht. Es ist nun mal so dass das zubereiten, inklusive Beschaffung von gesundem Essen Zeit „kostet“. Gemüse oder Salate müssen vor und zubereitet werden, Fisch und Fleisch genau so, und wenn es dazu noch einen frischen Fruchtsalat geben sollte wird es für den Hobbysportler nebst Job und sozialem Leben ab und zu eng aber es macht auch Spass. Zum Glück darf ich den Kochlöffel ab und zu an meinen Schatz weiter geben 🙂

Mein Rezept: Immer wieder mal  Genuss- Tage ohne Kalorien zählen einschalten und mir das eine oder andere gönnen was ich sonst bleiben lasse. (z.B. Pizzeria Paparazzi 😉 Für mich ist es auch hilfreich wenn ich die Esserei mit meinem Terminplan abstimme. Gibt es Termine wo ein Essen mit eingeplant ist trete ich vorher etwas kürzer, lasse das Frühstück weitgehend weg oder ersetze es mit Früchten. Den Apéro weg lassen oder einfach nur Wasser nehmen, nimmt einem heutzutage niemand mehr übel, und den Wein vorwiegend zum Anstossen. Getrunken wird Wasser. Statt Dessert einen Espresso und schon hat man an Kalorien gespart ohne sich wirklich weh zu tun.  Was habe ich am Anfang geschrieben: eine „never ending Story“ 🙂