Der kleine Unterschied…

Gestern tat es weh...

Am Montag bin ich bei meinem MTB-Training förmlich geflogen. Es ist dieses Gefühl wo alles leicht geht, die Beine drehen locker, die Steigung macht Spass und man könnte „ewig“ weiter fahren. Fazit: man nennt es wohl „in Form sein“. Gestern die (fast) gleiche Strecke aber in den Steigungen musste ich kämpfen, die Beine schmerzten und ich war froh als ich meine Trainingsrunde beenden durfte. In ein Rennen wäre ich froh gewesen einfach ins Ziel zu kommen. Fazit: die Form war zwar da aber… Was machte den Unterschied? Am Montag war ich locker, hatte gut und genug geschlafen, gut und richtig gegessen, kein Stress und Lust aufs biken. Gestern war ich müde, zuwenig Schlaf, viel zu tun und unterwegs (280 Auto-km) wenig Zeit und zu essen gab es auch nur „zwischendurch“ und auf die schnelle. Kleine Dinge eigentlich, aber spürbare Wirkung…

Früher…

Momentan komme ich (wieder) ganz gut die Berge hoch. Allerdings nach 3-4 harten Trainings brauche ich eine Pause oder zumindest einen Ruhetag. Leider kann ich mit vielen Kollegen in meiner „Alterskategorie“ nicht mehr trainieren oder auf  Tour gehen. Regelmässig bekomme ich von den gleichaltrigen Kollegen Absagen und zugleich versteckte Hinweise auf mein Alter und auf meinen anscheinend übermässigen Bewegungsdrang. Dazu kommen die, aus ihrer Sicht,  abnormen sportlichen Zielsetzungen. Meistens tönt es so: Pass auf Du bist auch keine dreissig mehr, gib Dir mehr Sorge, ich warne Dich ich kenne einen der ist tot umgefallen usw. usw… Weiterlesen „Früher…“

Sorry…

In der letzten Zeit bekomme ich via diesen Blog, Twitter oder Facebook praktisch täglich konkrete Anfragen zu Training, Fitness oder Material rund um den Sport. Natürlich freue ich mich darüber wenn meine Meinung gefragt ist oder zumindest gehört werden will. Aber in der Zwischenzeit kann ich locker 1-2 Stunden täglich mit dem beantworten von Anfragen oder Trainingsberatungen verbringen. Das ist definitiv zu viel und wird per sofort gestoppt. Nicht weil ich mir dazu zu schade bin, sondern weil ich fair zu meinen Kunden bin. Es darf nicht sein dass man hier Gratis abholen kann, was Kunden von www.vonallmen-sports.ch bezahlen müssen. Danke für Euer Verständnis.

Spassfaktor…

Im Winterpokal wird um die letzten Punkte gekämpft, im Materialbereich um jedes Gramm gefeilscht, Trainings und Rennkalender ist gemacht oder zumindest teilweise, es werden Trainingsstunden, Pulsdaten, Wattzahlen und Durchschnittstempi kommuniziert, diskutiert und analysiert dass sich die Balken biegen. Ich schreibe hier nicht von Profis, die lassen es da wesentlich geruhsamer angehen. Ich finde es absolut spannend wie engagiert Hobbybiker ans Werk gehen. Wobei Hobby bei vielen schon fast nicht mehr zutreffend ist. Hobbybiker sind in Personalunion: Fahrer, Mechaniker,Trainer (auch Mental), Manager, Berater, Logistiker, Ernährungs- und Materialexperten.Und nicht einfach nur so so la la, nein in all diesen Bereichen sind die Leute gleich auch noch Experten! (Das übrigens nebst EhemannFrau, Beruf, Familie, Kinder undwas sonst noch dazu gehört). Ich frage mich manchmal wann diese Leute Zeit zum trainieren haben? Ich gebe zu dass ich als Hobbybiker, so wie oben beschrieben, überfordert wäre und nicht mithalten könnte. Mein Job lässt mir wenig Zeit, und ab und zugibt es auch andere, wichtigere, Dinge als Rad zu fahren. Was tun? Ich habe mich organisiert. Ich schraube nie an meinen Rädern herum, dafür habe einen Mechaniker und im Materialbereich lasse ich mich vom Fachhändler beraten. MeinenTrainingsplan erstellt ein Experte, der mich kennt und auch testet. Meine physischen Werte werden vom Arzt regelmässig überprüft. Mein Management, Terminplanung, Logistik etc. macht meine Frau. Fazit: Ich konzentriere mich bei meinem Hobby auf das was ich kann: das Radfahren.

 Letzte Woche waren es vor allem Rennradkilometer. Am vergangen Sonntag habe ich mit dem Bike im Maximalbereich getestet. Das Resultat war durchschnittlich. Weder schlecht noch besonders gut. Die vielen Km während der Woche hatten wohl Spuren hinterlassen. Diese Woche will ich mich wieder zu vermehrtem Lauftraining aufraffen. Zu Fuss bin ich im Moment einfach zu langsam unterwegs. Erfahrene „MTB-Marathonis“ wissen wie wichtig es sein kann flink und schnell auf den Füssen zu sein…

Es ist völlig unwichtig (eigentlich scheissegal)…

…ob ich in der vergangenen Woche X- km durch die Landschaft gelaufen oder geradelt bin, oder ob mein Bike jetzt ein 29er oder 26er ist. Meine Sorge und mein Mitgefühl gilt den Tausenden Menschen in Japan welche bei dieser fürchterlichen Serie von Katastrophen ums Leben gekommen sind, oder alles, ausser dem was Sie auf sich trugen, verloren haben. Menschen welche vor einer ungewissen Zukunft stehen, Menschen welche nicht wissen wo und wann Sie wieder in ein, wenn überhaupt, normales Leben zurückkehren können. Ich kann dieses Leid nicht ermessen und ich kann auch nicht helfen. Ich kann nur in Gedanken bei den Menschen sein. Vielleicht können viele positive Gedanken auch etwas bewirken?

Besonders peinlich finde ich all diese Zeitgenossen die sich jetzt als Atomgegner und „ich habe es immer schon gewusst“ outen. Plötzlich ist keiner mehr für Atomkraft. Dabei sind es keine 20 Tage, wo die Stimmbürger des Kanton Berns sich eindeutig PRO Atomkraft entschieden haben! Leute, WIR haben diese Regierung demokratisch gewählt und auch pro Atomkraft abgestimmt! Mich kotzt es an wenn sich jetzt alle so outen, als hätten Sie in den letzten 20 Jahren nichts anderes getan, als sich gegen die Atomlobby zu wehren.