Warum?

fragezeichen… Warum machst Du das- tust du dir das an- oder warum bist du noch dabei, wann hörst Du auf? Das sind Fragen oder Hinweise welche ich oft höre. (Oft von gleichaltrigen Kollegen). Berechtigt? Kann sein. Aber diese Fragen stelle ich mir nie. Ausser vielleicht früh am Morgen, schlotternd in irgendeinem Startblock. Sport ist meine Leidenschaft und Leidenschaft geht nie in Pension!

Sport ist nicht nur Wettkampf und Ergebnisse. Sport ist mehr. Sport sind Emotionen, leben, Erfahrungen und Antrieb. Wenn ich (endlich) oben auf dem Berg angelangt bin, ist es nicht zu Ende sondern es geht weiter zum nächsten Gipfel. Aber zuerst heisst es wieder runter kommen, Kraft und Moral tanken um den nächsten Anstieg in Angriff zu nehmen. Nur weil ich bereits einen Gipfel geschafft habe heisst es noch lange nicht dass ich auch den zweiten oder gar den dritten schaffe. Genauso verhält es sich mit seinen „Konkurrenten“. Nur weil ich irgendwo schneller/besser war, bin ich nicht der bessere Athlet und Hochmut bekommt einem selten gut. Was ist wenn z.B. der andere einfach seine Kräfte besser eingeteilt und beim letzten Anstieg lächelnd an mir vorbei zieht? Ein Scheissgefühl und meistens fehlt die (mentale) Kraft zum kontern. Sport hilft ungemein dabei nicht abzuheben und auf dem Boden zu bleiben. Besonders bei Erfolgen. Wenn ich den Gipfel erreicht habe, selbst wenn es der Mount Everest wäre und es nicht mehr höher geht, muss ich da wieder runter und unten angelangt beginnt (fast) alles von vorne. Das einzige was zählt ist die Erfahrung. Bei allem andern heisst es wieder von vorne anfangen. Fazit: Sport ist genauso wie das „richtigen“ Leben.

Primaloft…

PrimaLoft_Funktionsweise…statt Daunen oder lassen wir doch den Gänsen ihr Federkleid. Neu ist Primaloft nicht. Das Material wurde in den 80er Jahren ursprünglich für die US-Army entwickelt, die auf der Suche nach einem Ersatz für Daunen war. Gefunden wurde Primaloft. Die bauschende Kunstfaser ist leicht, robust, atmungsaktiv, stark komprimierbar, unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und bietet hervorragende Isolationseigenschaften – für mich ein Volltreffer. Im Bergsport ist Primaloft seit geraumer Zeit kaum mehr wegzudenken und neu wird das Material mehr und mehr auch in anderen Sportarten spezifisch eingesetzt. Selbstverständlich auch im Radsport. Sportler (nicht nur)  die das ganze Jahr unterwegs sind, haben in der Zwischenzeit bereits eine beachtliche Auswahl an Jacken, Westen und neu auch Hosen. Erfreulich; auf Grund der Nachfrage führen immer mehr Hersteller Produkte mit dem Primaloft- Material in Ihrem Sortiment. Konkurrenz belebt das Geschäft, senkt die Preise und lässt den Gänsen ihr Federkleid.

Einen ausgezeichneten Artikel zu Primaloft findet man hier –>

Winter 2015…

Winter 2015Zwei Dinge die jedes Jahr kommen sind die Steuerrechnung und der Schnee. Die Steuern individuell in der Höhe/Menge dafür  pünktlich, der Schnee eher unzuverlässig was Liefertermine, Orte und die Menge angeht. Aber beides kommt unweigerlich. Nach langem zögern hat sich Frau Holle, El Nino oder wer auch immer dafür zuständig und verantwortlich ist entschieden, uns in den kommenden Tagen mit der weissen Pracht einzudecken. Die einen wird’s freuen die anderen weniger. Mir ist es eigentlich egal. Da ich das Wetter zum Glück nicht beeinflussen kann, passe ich mich einfach an. Anpassen heisst für mich nichts erzwingen und die äusseren Bedingungen akzeptieren. Langlaufen oder Touren ok. wenn es passt (aber sicherlich nicht so wie auf dem Bild), Biken wann immer möglich und laufen geht, wie Indoor Training, sowieso immer. Eines bleibt, ich freue mich auf möglichst viele sonnige und gesunde Tage.

65 und mehr…

Winter-black-and-white-2_Chris-CatchpoleAlle Jahre immer wieder und immer um dieses Jahreszeit… sehe ich die „sportlichen Vorsätze“, oft schnaufend mit rotem Kopf aber voller Freude, Enthusiasmus und Elan. Das ist gut so und ich hoffe viele auch noch im Frühling anzutreffen. Was mir (positiv) auffällt ist dass sich zunehmend auch reifere Jahrgänge wieder mehr Bewegung gönnen. Vielfach sind es Wiedereinsteiger und „Wiederholungstäter“. Selbstverständlich liegt mir diese, meine, Altersgruppe besonders am Herzen. Das bisher milde Winterwetter hat auch dafür gesorgt dass auch Outdoorsport kein Problem war. Ich habe rund um den Thunersee in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr noch nie so viele Rennradfahrer angetroffen wie 2015. Und genau da ist es mir aufgefallen dass meine Altersgruppe sehr gut vertreten war. Genial! Etliche davon waren auch Neu oder Quereinsteiger. Kein Problem denn Ausdauersport ist keine Geheimwissenschaft. Man kann auch mit 50 oder 60+ mit diesem Sport beginnen. Der Körper ist auch im Alter noch gut trainierbar, wobei der Vorsprung, den sich kontinuierlich trainierende Ausdauersportler erarbeitet haben, uneinholbar ist. Aber das ist ein Relativitätsproblem. Der persönliche Nutzen ist in jedem Fall gegeben und eine „Verjüngung“ um 20 Jahre ist, was die Leistung angeht, möglich. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Altersgrenze für Ausdauersport. Wenn man spät mit dem Sport beginnt sollte man sich nach Trainingspartner ähnlichen Niveaus umschauen. Senioren, die mit Youngstern fahren oder laufen, haben schnell das Problem dass sie sich oft zu sehr verausgaben müssen um mit der Gruppe mitzukommen. Besser ist es deshalb, zunächst mit gleichstarken Sportlern ein Grundniveau zu erarbeiten und ein Körpergefühl für die Belastung zu entwickeln. Darauf lässt sich dann weiter aufbauen. Man muss dabei akzeptieren, dass man als 65jähriger nicht mit einem gut trainierten 20jährigen mithalten kann. Mission impossible. Finde ich persönlich nicht schlimm. Wenn ich in der Gruppe fahren und das Tempo angezogen wird, muss ich schnell entscheiden, wo ich fahre, denn gegen die jungen Cracks habe ich keine Chance. Ich messe mich dafür mit gleichaltrigen und betreibe den Radsport sogar seriöser als in jungen Jahren – bewusster, mit mehr Plan. Jede Saison entdecke ich neue Reize, denen ich im Ruhestand gut nachgehen kann.“ Zum bewussten Training gehört bei mir auch Ausgleichssport wie Krafttraining etc. für den Rumpf sowie Übungen, die die Beweglichkeit verbessern. Radfahren ist zwar sehr gesund, aber auch ziemlich einseitig. Gerade Senioren sollten daher gezielt Kraft trainieren.

Ausblick: Die Uhr lässt sich nicht zurückstellen. Auch nicht durch Ausdauersport. Aber man kann ein ausgezeichnetes Fitnessniveau auch im Alter erreichen und lange stabilisieren und so an Lebensqualität gewinnen. Ein trainierter Ausdauersportler von 60 oder 70 Jahren relativiert den Begriff alt sehr. Die Schere zwischen fit und nicht fit öffnet sich im Alter immens schnell. Mediziner, so viel ist klar, würden ihren Patienten am liebsten ein Rennrad verschreiben. Für die Volksgesundheit wäre das ein Riesenschritt nach vorne. Nur auf den Straßen könnte es dann etwas voll werden 🙂 🙂

2016…

2016Ich hoffe alle sind wohlbehalten und gesund im 2016 angekommen. Bereits ist das neue Jahr wieder „Alltag“. Die Rückkehr nach all den Feier- Ferien und Festtagen wird für die einen mit etwas Wehmut verbunden sein, andere werden sagen zum Glück ist es vorbei. Viele, ich wünschte eigentlich alle, dürften sich auf neue Herausforderungen, Erfahrungen und interessante Begegnungen freuen. Egal wie auch immer. Ich meinerseits wünsche allen ein erfolgreiches, glückliches, tolerantes und vor allem gesundes 2016. Und all denen wo es gerade nicht so gut geht, Kopf hoch das wird wieder und kämpft einfach weiter. Stillstand lohnt sich nie.