Zweimal Grund zum Feiern
Ab Woche 31 sollte es endlich wieder losgehen. Der Plan war klar: zurück in den Trainingsalltag und ab dem 1. August die Vorbereitung auf das eine oder andere sportliche Abenteuer im Spätherbst aufnehmen. Was genau auf dem Programm stehen wird, verrate ich noch nicht – schliesslich braucht jede gute Geschichte etwas Spannung.
Der 1. August war für mich dieses Jahr gleich aus zwei Gründen ein Feiertag. Natürlich wegen unseres Nationalfeiertags. Ich bin stolz und dankbar, in der Schweiz leben zu dürfen. Auch wenn nicht immer alles perfekt läuft, möchte ich mit keinem anderen Land tauschen.
Der zweite Grund war mein persönlicher Neustart. Nach den vergangenen Wochen wollte ich endlich wieder regelmässig trainieren und den Blick konsequent nach vorne richten.
Ganz ehrlich? Der Start verlief etwas holprig. Nicht körperlich – sondern mental. Irgendwie wollte der Kopf noch nicht ganz mitmachen. Keine Ausreden, einfach die Realität. Wer schon einmal nach einer grösseren gesundheitlichen Herausforderung zurückgekommen ist, weiss, dass die grösste Baustelle oft nicht die Muskeln sind, sondern der Kopf.
Am Ende standen trotzdem knapp acht Trainingsstunden mit Laufen und Krafttraining auf dem Konto. Die Mountainbikes mussten sich allerdings noch eine weitere Woche in der Garage gedulden. Ich bin sicher, sie haben mich schon etwas vorwurfsvoll angeschaut…
Trotzdem bin ich zufrieden. Nicht wegen der Anzahl Trainingsstunden, sondern weil ich wieder unterwegs bin. Der Weg zurück besteht nicht aus einem einzigen grossen Sprung, sondern aus vielen kleinen Schritten. Und jeder einzelne bringt mich meinem Ziel ein Stück näher.
Die Richtung stimmt. Jetzt gilt es, den Rhythmus wiederzufinden – und dann darf es im August Schritt für Schritt auch wieder etwas mehr werden.

