150 Minuten…

imagesIm „Beobachter“ las ich einen ausführlichen Bericht rund um das Bewegungsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Im Fokus u.a. ein Thema: was könnte man mit Prävention durch mehr Bewegung an Finanziellen Mitteln einsparen. Allein in der Schweiz sind das mehr als 2,4 Milliarden CHF! Unsere Bevölkerung umfasst ca. 8 Millionen. Man rechne… Wohlverstanden die Rede war nicht von Sport, sondern von Bewegung! Um diesen grossen Betrag deutlich zu reduzieren müssten wir uns, also jeder, ungefähr 150 Minuten pro Woche zusätzlich bewegen. Mit bewegen ist ganz normales gehen, Treppensteigen usw. gemeint. Ich höre schon den Aufschrei: Wo soll ich diese Zeit hernehmen? Liebe „Keine-Zeit-haben-Leute“ schreit ruhig weiter. Auf diese dumme Frage könnte ich höchstens eine unangenehme Antwort geben! (Schreien stärkt übrigens nur die Stimmbänder, nicht die Argumente). Genauso verhält es sich mit „habe keine Ausrüstung“. Für Bewegung braucht es keine! Bei den statistischen Auswertungen interessierte ich mich am meisten für meine Altersgruppe (55-65 Jahre) Erschreckende Tatsache: Wir sind die bequemsten, um nicht zu sagen die faulsten! Wir verursachen aber mit Abstand die Anteilmässig höchsten Gesundheitskosten. 12% meiner Altersgruppe bewegt sich weniger als 2km in der Woche! 39% kommen immerhin auf rund 800m am Tag. Eigentlich wäre es genau meine Altersgruppe die Zeit, Geld und auch die sonstig genügend Möglichkeiten hätte, sich ausreichend zu bewegen. Allein der Griff zur Pille für den Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin und ähnliche ist weitaus bequemer als sich umzuziehen und draussen ein paar Schritte zu gehen, sich gesund zu ernähren oder z.B. den Alkoholgenuss zu reduzieren. Von Sport wollen wir erst gar nicht reden! Der Griff zum Medikament, oft unterstützt vom Arzt, ist auch ganz im Sinne unserer Pharma- Industrie. Fazit: Wir Pharma- Aktionäre reiben uns die Hände um die Gewinne gleich wieder in die steigenden KK- Gebühren zu investieren 😉

Muskelkater…

Ich habe Muskelkater. Ein Gefühl das ich seit „Ewigkeiten“ aus meiner Erinnerung gestrichen habe. Auslöser ist ein Trainigsgerät das ich bis jetzt, mehr oder weniger, kaum eines Blickes gewürdigt, aber viele dazu ermuntert habe, es in Gebrauch zu nehmen. Die Rede ist von einem Crosstrainer (ist doch nur für Mädchen). Drauf gestanden, und losgetreten. Selbstverständlich, was soll denn da schon speziell sein. Meinen beiden anwesenden Kumpels angekündigt dass ich das locker eine Stunde hinbekomme und zwar auf einer Stufe die mindesten 1200hm entsprechen. Resultat: Ich habe es geschafft, sogar ein paar hm mehr. Aber nach dreissig Minuten wurde es hart und nach 45 Minuten war es eine Art Überlebenskampf den ich, von den lieben Kollegen hämisch lächelnd und mit entsprechenden Kommentaren untermalt, geschafft habe. Fazit:  Man(n) lernt nie aus… (Einmal mehr).

Unter anderem Yoga…

Irgendwann im Januar habe ich von einer Studie betreffend Senioren und Sport gehört. Beim Thema Seniorensport werde ich immer hellhörig, zumal dieser oftmals ein regelrechtes Mauerblümchen- Dasein fristet. Nicht weil die Angebote fehlen, nein es sind die Senioren die Angebote und Möglichkeiten nicht nutzen. (Sie „nutzen“ lieber ihre Krankenkasse!). Die Studie wird National durchgeführt. Eine gute Sache auch wenn diese von einem der beiden Grossverteiler der Schweiz finanziert wird und u.a. die Absicht neue Mitglieder für Ihre Fitness-Center zu gewinnen auch erkennbar ist. Mein Interesse genügte dass mich die Organisatoren gleich als Teilnehmer für diese Studie rekrutieren wollten. Nach langem Zögern gab ich mein Ok und so stand ich gestern pünktlich vor meinem Betreuer Daniel der mich während des Tests betreuen wird. Unter seiner Anleitung absolvierte ich einen Eintrittstest in den Bereichen Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Dazu wurde ich intensiv zu meinen Ernährungsgewohnheiten, Beruf, Lebenssituation und Freizeitgestaltung befragt. Selbstverständlich habe ich alle Fragen wahrheitsgemäss beantwortet ausser bei der Freizeitgestaltung und Beruf. Ich habe zwar keine Unwahrheiten gesagt aber etliches weggelassen 😉 Den Eintrittstest bestanden stellte mir Daniel ein Trainingsprogramm im Bereich Kraft zusammen. Fazit: Hat er ausgezeichnet gemacht, passt! Für den Bereich Beweglichkeit wurde ich von ihm u.a. zu der der Yoga- Gruppe eingeteilt! Jesses das gibt am nächsten Mittwoch eine Gaudi. Zum Ergänzung des Ausdauertrainings muss ich zum Spinning. Na ja Daniel meint Radfahren sei gut für mich. Wenn er meint… Dazu kommen regelmässig Sauna und Massage (Freude herrscht). Meine Aktivitäten werden mittels eines individuellen Batch erfasst und ausgewertet. Nach 6 Wochen gibt es dann den Abschlusstest und eine Auswertung der gesamten Studie folgt anschliessend. Schweiz weit sind wir 170 Personen in diesem Projekt. Ich bin auf die Erlebnisse und Ergebnisse dieses Projektes gespannt. Für meinen persönlichen Zeitplan wird es etwas eng denn selbstverständlich ziehe ich mein normales Trainingsprogramm weiter durch. Braucht der Daniel nicht zu wissen 😉