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Game Over…


Ich bin seit meiner Jugend bekennender Olympia Fan. Allerdings war ich im Vorfeld der Spiele 2018 mehr als skeptisch. Zu weit weg, falsche Destination (inkl. Zeitzone), Korea ein geteiltes Land, der Süden eine Wirtschaftsmacht, der Norden eine Atommacht mit einem Irren am roten Knopf, kaum Bezug zum Wintersport und waren meine Vorurteile. Sie sind es, zumindest teilweise noch immer. Dazu kommt meine Abneigung gegen den Koloss IOC und dessen Funktionäre mit dem Präsidenten Thomas Bach. Zuzüglich der Doping Affäre im Vorfeld rund um die Russischen Athleten. Gerichtsentscheide, Startverbote, Start unter neutraler Flagge, „saubere“ im Weltcup startberechtigte Athleten bekamen keine Starterlaubnis, andere schon und durften starten. Letztendlich verstand ich nur noch „Bahnhof“…

Mit einer sehr schöne und kreative Eröffnungsfeier plus Modeschau, Phrasen, Worthülsen von Politikern oder Funktionären wurden die Spiele eröffnet die ersten Wettkämpfe folgten sogleich. Der Sport übernahm das Kommando. Und schon war sie da diese Faszination Olympische Winterspiele. Herausragende sportliche Leistungen an/in meistens tolle Sportstätten und praktisch eine 24h Berichterstattung zogen mich rasch in ihren Bann. Es ist Jahrzehnte her seit ich den Wecker auf 03:00 gestellt habe um einen Sportevent live am Fernseher zu verfolgen. Das schaffte bisher nur Muhammad Ali…

Selbstverständlich trugen die tollen Ergebnisse der Schweizer Teilnehmer zu meiner Begeisterung bei. Das im Vorfeld kommunizierte Ziel von 13 Medaillen, ich empfand es als (zu) sehr ambitioniert, wurde mit 15 übertroffen und ich als „Experte“ in den Keller geschickt. 😉 Nebst unseren CH- Champions beeindruckten mich Athleten Innen wie Ester Ledecka. Gold in zwei verschiedenen Sportarten. Etwa so wie wenn Usain Bolt im vorbei gehen Gold beim Speerwerfen holte. Oder ein Marcel Hirscher der einem unglaublichen Druck stand hielt und sich gleich zwei goldene holte. Martin Fourcade ein Athlet mit eigener Meinung und sich traut diese öffentlich kund zu tun. Die Deutsche Eishockeymannschaft denen es gelang sich von Spiel zu Spiel zu steigern und denen letztendlich nur 55 Sekunden zum ganz grossen Triumph gefehlt haben. Die Liste liesse sich fortsetzen.

Bei solchen Anlässen gibt es auch negative Überraschungen, gestrauchelte Athleten und Dramen. Da möchte ich als Beispiel nur die Theresa Stadelober nennen. Mit Silber „in der Tasche“ eine kurze Unachtsamkeit, falsch abbiegen und schon ist Silber weg. Ich wünsche mir dass diese Sportler sich in 4 Jahren mit Olympia versöhnen können. Von den (bisher erwischten) Dopingsündern mag ich gar nicht berichten… (nur so viel ausgerechnet Russen)  „Gefehlt“ haben leider die Zuschauer. Einzelne Disziplinen mal ausgenommen. Alpiner Winterspitzensport unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder freie Plätze beim Finalspiel im Eishockey Stadion als Beispiel.

Peking 2022 ist der nächste Austragungsort. Wieder Asien und wieder bin ich skeptisch. Die Gründe sind ähnlicher Natur wie dieses Jahr. 2026  wäre dann wohl wieder Europa am Zug. Sollte sich denn ein Ausrichter finden was ich ernsthaft bezweifle. Wenn man die Ergebnisse von Umfragen oder Abstimmungen betrachtet sieht es wahrlich nicht gut aus. Zu teuer, zu gigantisch, der Ruf des IOC oder die Angst in seiner Komfortzone eingeschränkt zu werden? All das dürfte es schwierig bis unmöglich machen die Winterspiele in den Alpenraum zu holen. Die Schweiz will es erneut mit dem Projekt Sion2026 versuchen. Schön wär’s…

Idee: Warum versuchen wir es nicht mit Swiss2026? Die Schweiz ist klein, Verkehrsmässig wie kaum ein 2. Land auf der Welt bereits heute erschlossen, Sportstätten sind mit wenigen Ausnahmen alle vorhanden und es muss genügen was da ist. Für Eröffnung uns Schlussfeier gibt es Temporäre Lösungen. Olympisches Dorf? Vergessen pennen eh alle vor Ort im Hotel. Finanzierbar ist es für eines der reichsten Länder dieses Planeten alleweil. Dazu müsste das IOC sich vom Gigantismus der vergangenen Jahre abwenden. Zu gross, zu viel Geld in die IOC Taschen, korrupte Funktionäre usw.

Und leider zu viele Disziplinen und stets kommen neue dazu. Beispiel: Eisschnelllaufen. Inklusive dem neuen Massenstartrennen sind wir in der Zwischenzeit bei 8 Disziplinen angelangt… Immer die gleiche Runde in der gleichen Halle oftmals den gleichen Athleten. Dazu kommt noch Short Track… Oder wer kann beim Snowboard oder Free Ski schon zwischen Sloop Style und Big Air unterscheiden? Dito Nordischer Skisport usw.

Fazit es bleibt spannend und in 4 Jahren bin ich (hoffentlich) wieder dabei

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